Mittwoch, 25. März 2009

Steinbrück ahnungslos oder hat er was vor?

Die HRE entpuppt sich als Fass ohne Boden. Neuesten
Schätzungen zufolge entspricht das Ausfallrisiko für faule
Wertpapiere der Pleite-Bank beinahe dem Bundeshaushalt für das Jahr 2008! Finanzminister Steinbrück hat die Bundesrepublik auf Gedeih und Verderb dem Schicksal dieser Bank ausgeliefert. Sollte die HRE pleite gehen, muss der Finanzminister jene 87 Milliarden Euro an
Staatsbürgschaften abschreiben, mit denen das Institut derzeit künstlich am Leben gehalten wird. Diese gewaltige Summe an Steuergeldern wurde mit Verweis auf die angebliche Systemrelevanz der HRE bereitgestellt. Bis heute konnte Steinbrück nicht zweifelsfrei belegen, warum es sich bei dem angeschlagenen Institut um eine systemrelevante Bank handeln soll. Ebenso wenig konnte er glaubhaft
begründen, warum man im Finanzministerium den Ablauf der Haftungsfrist abwartete, um eine erste Staatsgarantie für die HRE abzuzeichnen. Ob Steinbrück nun falsch beraten wurde oder ob er die Frist absichtlich verstreichen ließ, wird wohl auch der nun einzusetzende Untersuchungsausschuss nicht vollständig klären können. Dazu fehlt ihm aufgrund der näher rückenden Bundestagswahl schlicht und ergreifend die Zeit. Zulange hat sich die FDP dem Ausschuss verweigert. Fast scheint es so, als unterstützten die Liberalen das Gremium nur, um sich dem Wahlvolk erneut als Anwalt der Steuerzahler präsentieren zu können.

(Neues Deutschland).

Bleibt die Frage: Ist der Arroganzler dummm oder hat er einfach keine Ahnung? Letzteres wäre noch gefährlicher, korrespondiert es doch mit Dr. Murkels Art. Vielleicht ist aber auch nur ganz geschikct eine ganz große Sauerei eingefädelt worden. Seinem verschlagenen Staatssekretär Assmussen wärs zuzutrauen.

Dienstag, 24. März 2009

Großkotz ARGE-Chef Bochum

Bochumer ARGE Chef als Hobby Staatsanwalt?

Starker Tobak ist aus dem Munde des Bochumer ARGE-Chefs zu vernehmen. In der Sonntagsbeilage der NEUEN RUHR-ZEITUNG vom 22. März 2009 wird er wie folgt zitiert: wenn eine freiberufliche Künstlerin „Einnahmen fest eingeplant habe, sie aber nicht vorab angebe“, begehe sie „Betrug“. Das entbehrt allerdings jeglicher Rechtsgrundlage. Gesetzlich vorgeschrieben ist lediglich der Nachweis des tatsächlichen Einkommens innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Bewilligungszeitraumes.

„Es ist eine Ungeheuerlichkeit, diese Leute zu kriminalisieren!“ empört sich Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung. „Wir verlangen eine umgehende öffentliche Entschuldigung“.

Da das Einkommen von Selbständigen mit großen Schwankungen und Unsicherheiten verbunden ist, raten wir ebenso wie Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit, das zu erwartende Einkommen zunächst mit Null anzugeben und nachträglich entsprechend den tatsächlichen Einnahmen abzurechnen, wie das Gesetz es verlangt.

„Allerdings erfahren wir in der letzten Zeit vermehrt, dass die ARGE kleinen Selbständigen, die von Ihrer Kunst oder ihrem Handwerk nicht existieren können und auf Hartz IVO angewiesen sind, Steine in den Weg legt, die ihre Existenz bedrohen können“ meint Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung. „Sogar die medizinische Berufsunfall- und Infektionsschutzversicherung als Er­satz für die Berufsgenossenschaft erkennen sie nicht an“ empört sich Norbert Hermann.

Es sei schwierig, einen vernünftigen Umgang einzufordern, denn schließlich verfügen Verwaltungsmitarbeitende selten über betriebs­wirtschaftliche Kenntnisse, ganz zu schweigen von Einblicken in die fachspezifischen Erforder­nisse.

Quelle: Pressemeldung Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung


Ich möchte jetzt nicht noch einmal näher eingehen auf die kriminellen Banker, die Zukmwinkels, die Schaefflers etc. Aber Schwachenbashing ist bei versorgten Fettärschen wohl angesagt.

Samstag, 21. März 2009

Asshole Sarrazin

Berlins scheidender Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat erneut Hartz-IV-Empfänger aufs Korn genommen. Die wachsende Zahl der Kinder aus Hartz-IV-Familien führe in den Schulen zu "besonders schwierigen Kindern mit renitenten Eltern", sagte Senator Sarrazin. Dieser Kampf sei kaum zu gewinnen. Deshalb habe es keinen Sinn, zusätzliche finanzielle Ressourcen "für eine Struktur zur Verfügung zu stellen, wo der Anteil der Bedürftigen von Jahr zu Jahr wächst." (Duckhome)

Das amoralische Asshole mit dem schiefen Blick zieht nun weiter zur Bundesbank, wo er schmarotzend auf Steuerzahlerkosten wieder auf Schwache einschlagen kann. Lasst ihm die Chance, vom obersten First der Frankfurter bank zu springen. Wäre nicht schade um ihn. Was für ein widerlicher Mensch.

Donnerstag, 19. März 2009

Clement aufs Maul hauen

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister, Wolfgang
Clement, hat in der PHOENIX Sendung IM DIALOG (Ausstrahlung am Freitag, 24.00 Uhr) schwere Vorwürfe gegen seine frühere Partei erhoben: "So verhalten sich Sekten", sagte Clement im Zusammenhang mit dem Parteiausschlussverfahren gegen den stellvertretenden
Parteivorsitzenden der hessischen SPD, Jürgen Walter.
"Jemand, der von der Linie abweicht und nicht jeden Satz
unterschreibt, der von der jeweiligen Führung gesagt wird, der wird ausgeschlossen. Das ist geradezu ein wirklich sektiererisches Verhalten."

"Man wird nicht gleich rausgeschmissen, aber wenn es denn sein muss, ist das auch der Fall", so Clement, der im November aus der SPD ausgetreten war.

Mit Sicht auf die Reformpolitik der Agenda 2010 sagte der
ehemalige Minister, die SPD sei insgesamt in einer "völlig
verklemmten Situation". Parteichef Müntefering warf er Beliebigkeit im Umgang mit der Linkspartei vor. Die Haltung gegenüber der SED-Nachfolgepartei verletzte sozialdemokratische Werte.

Nach seinem Austritt aus der SPD fühle er sich nun besser als zuvor, so Clement. "Im Grunde meines Herzens bin ich Sozialdemokrat - aber nicht blind."


Dem zynischen Hetzer, Miterfinder von Hartz 4, Versager in NRW und SPD-Totengräber sollte man so lange auf das verblendete Maul hauen, bis er endlich kapiert.

Montag, 16. März 2009

Devote Merkel dem Kapital zu Willen

Wie nicht anders zu erwarten, wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel am 13. März in München von den Spitzen der vier großen Wirtschaftsverbände - Industrie, Arbeitgeber, Handwerk sowie Industrie- und Handwerkskammer - auf eine Krisenbewältigungspolitik eingeschworen, die den Interessen des Kapitals dient.

Nach dem Treffen erklärte Merkel, dass es vor der Bundestagswahl bei den Mehrwertsteuern keine Veränderung geben werde. Auch sprach sie sich gegen ein weiteres Konjunkturpaket aus. Die von den Verbänden vehement geforderten Steuererleichterungen für Unternehmen stoßen dagegen auf ihre uneingeschränkte Sympathie. Bisher, so Merkel, seien entsprechende Initiativen am Widerstand der SPD gescheitert, aber sie werde „das wieder auf die Tagesordnung setzen“.

Vergeblich sucht „Otto Normalverbraucher“ nach Erleichterungen für ihn, die Angela Merkel „auf die Tagesordnung“ zu setzen gedenkt. Kein Wort von ihr zum Beispiel darüber, wie sie Mindestlöhne gegen den Widerstand von Hundt & Co. für immer mehr Arbeitnehmer erreichen will. Das Münchner Spitzentreffen hat ein weiteres Mal deutlich gemacht: Nahezu alles, was derzeit Wirtschaftslobbyisten fordern, die Bundesregierung emsig umsetzt und der Steuerzahler unfreiwillig finanziert, dient der Wiederherstellung des alten Systems - also dem Profit für Reiche und Superreiche.
(Saar-Breaker)

Deshalb weg mit Dr. "IM Erika" Murkel!

BILDer-Dreck

Der letzte journalistische Dreck, das nationale Staatshetzblatt BILD hat Winnenden so weit abgefeiert, ein bißchen Guttenberg köchelt, ein wenig Scheinempörung über Gardasee-Klaus Zumwinkel. Journalistische Einöde beim Blatt von und für Analphabeten. Da muß jetzt wieder das hausgemachte BertelsmannMohn-Produkt "DSDS Deutschland sucht den Suppenstar" her. Originaltext von heute:

Fast sechs Millionen Zuschauer erleben am Samstag live, wie Sonderling Holger Göpfert (27) auf die schöne Annemarie Eilfeld (18) losgeht!

Auslöser der TV-Zickerei ist ein Einspielfilm, in dem die sexy Sängerin vor ihrem Auftritt sagt: „Ich weiß, dass Holger nicht zu DSDS passt. Er hält den Druck nicht aus!“

Als sich Annemarie danach wieder auf die Kandidaten-Couch setzen will, verliert der Verwaltungsangestellte die Kontrolle.

Er schreit: „DU BIST SCH ... DU GEHÖRST VERBOTEN! DU GEHÖRST HIER RAUSGESCHMISSEN!“

Annemarie weicht erschrocken zurück, die anderen Kandidaten werfen sich vor sie. Die Blondine nach der Show zu BILD: „Ich hatte Angst, dass er mir was antut. Er war wie von Sinnen. Ich kann tausend nette Dinge über ihn sagen, aber meine ehrliche Meinung bleibt: Der Stress ist zu viel für ihn.“

Holger war bisher bei DSDS der nett verrückte Sänger. Doch ist er wirklich harmlos? Der Franke zappelt ständig, bei Interviews schütteln ihn Zuckungen und in der Kandidaten-Villa hat er ein Einzelzimmer. Er sagt zum TV-Eklat: „Ich habe ihr nur meine Meinung gesagt!“


Es ist eine Sauerei, wie das vom gegelten ehemaligen Bielefelder Schülerzeitungsredakteur Diekmann geführte Blatt arbeitet. Paßt aber nahtlios in die Bananenrepublik a la Dr. Murkel.

Samstag, 14. März 2009

Innenminister ein Idiot?

Nach dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen mit 16 Toten haben die Eltern von Tim K. dementiert, dass ihr Sohn in psychotherapeutischer Behandlung war. Tim K. sei deswegen auch in keiner Klinik behandelt worden. Zudem gebe es keinen Schießstand im Keller des Elternhauses. Beides hatten Medien berichtet. Diese Informationen gehen aus einem Gespräch des Rechtsanwalts der Eltern, Achim Bächle, mit dem Magazin "Focus" hervor.

Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech hatte dagegen erklärt, der 17-Jährige sei wegen Depressionen in Behandlung gewesen. Außerdem war in den vergangenen Tagen mehrfach berichtet worden, der Amoktäter habe regelmäßig in einem Schiesstand mit Luftdruckgewehren geübt.


Was für ein Pfeiferl sitzt da eigentlich auf dem Stuhl des Baden-württembergischen Innenministers? Was für grandiose Informationspannen um das unsägliche Thema. Aber irgendwie passt der Typ zum Chef Oettinger.

Mittwoch, 11. März 2009

Höhler und der Trockenbauer

Thema des Tages
Gertrud Höhler analysiert Kraft und Professionalität von Wirtschaftsminister zu Guttenberg
Mit ihm bekommt das Krisenmanagement eine Stimme

10. Februar 2009 00.00 Uhr, Bettina Irion

Die Entscheidung für zu Guttenberg bringt die neue Generation in die Verantwortung. Die CSU liefert damit wieder Qualität in die Bundespolitik. Der neue Mann dürfte zum Thema Krise eigene Erfahrungen mitbringen. Dass qualifizierte Mitspieler sich für die Politik entscheiden, ist heutzutage keinesfalls selbstverständlich. In anderen Ministerien gibt es Leute, die weniger qualifiziert sind.
Zu Guttenberg ist nicht wirtschaftsfern. Der studierte Rechts- und Politikwissenschaftler ist mit summa cum laude promoviert worden und hat Erfahrungen im wirtschaft -
lichen Bereich: als geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH (Fachgroß -
handel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe)


Hahahahaaha. Das Höhlerchen schreibt zu allem und jedem. Meistens ziemlich gequirlten Stuß. Hauptsache, wieder ein Buch mit der dünnen Jil-Sander-Trägerin (damals jedenfalls). Noch blöder, wenn man seine Quellen nicht prüft. Auf der Homepage des erwähnten angeblichen von Gutti geführten Familienbetriebes steht nämlich:

Aufgrund nicht zutreffender Informationen (u. a. FOCUS online, Tagesspiegel, Spiegel online u. a. basierend auf einer dpa Mitteilung) wird unser Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe mit dem CSU-General -
sekretär Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg in Verbindung gebracht

Hiermit informieren wir Sie darüber, dass es sich hierbei um Fehlinformationen handelt.

Unser Unternehmen wurde vor über 40 Jahren von Christoph Frhr. von Guttenberg gegründet. Die heutigen Geschäftsführer unseres Unternehmens sind Christoph Frhr. von Guttenberg sowie Jörg von Guttenberg.

Unser Unternehmen hat zu der "Guttenberg GmbH" mit Sitz in München (-> München HRB 134661 - Guttenberg GmbH; vgl. www.handelsregister.de) keinerlei Bezug.

Bei der ebenfalls noch im Handelsregister aufzufindenden IVG Isolierstoff-Vertrieb Frhr. v. Gutenberg KG mit Sitz in Nürnberg handelte es sich ebenfalls um ein Unternehmen unseres Hauses.


Ganz unten im Artikel der Berliner BZ steht dann noch: Die Autorin ist Unternehmens- (u.a. Deutsche Bank, BMW) und Politikberaterin (u.a. Kohl, Althaus).

Wunderbare und eindeutige Referenzen. Fehlt nur noch Bertelsmann, Friede Springer und Elisabeth Mohn. Was Guttenberg angeht, ist der Mann völlig unbeleckt von jeglicher Erfahrung, aber grandios im Auftritt mit gegeltem Haar, Bismarckschem Frauchen an der Seite und leicht getürktem Lebenslauf. Früher nannte man sowas unvornehm "Hochstapler". Heute umschreibt BLÖD sowas mit "Bunte Biographie, an Erfahrungen reich".

Da bleibt einem das Essen im Hals stecken. Zumal König Horst 1. von Bayern Seehofer auch noch aus dem off kreischt: "Von Guttenberg ist unser Obama". Nun ja. Politiker sein heißt nicht, intelligent zu sein.

Nobelpreisträger vs. Templintrudchen

Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hat Europa und Deutschland vorgeworfen, bei der Bekämpfung der
Wirtschaftskrise zu versagen. In einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern sagt der amerikanische Ökonom: "Europa patzt. Ich sehe kein Anzeichen eines gemeinsamen Handelns, vor allem in der Finanzpolitik." Das sei eine "gewaltige Enttäuschung und ein großes Problem".

Besonders scharfe Kritik richtete der Wirtschaftsprofessor an die Bundesregierung: "Deutschland war bislang nur ein riesiger Stolperstein, ein gewaltiges Hindernis." Das Verhalten sei "mal wieder sehr deutsch", kritisiert Krugman im stern. Der Amerikaner rügte die "Neigung zu orthodoxen Positionen in Fragen der Finanzpolitik". Finanzminister Peer Steinbrück scheine mit koordinierten Konjunkturprogrammen "ein echtes Problem" zu haben. Mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der Ökonom, man könne "nicht gerade von intellektueller Beweglichkeit sprechen". Krugman wörtlich: "Manchmal glaube ich, in Deutschland begreift man das ungeheure Ausmaß der Krise immer noch nicht ganz." Dabei sei die Lage in Europa durchaus mit der in den USA zu vergleichen.

Im Gespräch mit dem stern zeichnete der Wirtschafts -
nobelpreisträger ein düsteres Bild der globalen Lage: "Die Weltwirtschaft ist außer Kontrolle geraten. Und zwar in einem Maß, das sich vielleicht immer noch unserer Vorstellungskraft entzieht." Krugman sprach sich deswegen für umfassende, international koordinierte Konjunktur programm aus: "Die ganze Welt braucht eine Rettungs -
aktion."

Dagegen Trudchen Templin in BILD: "Deutschland ist besser vorbereitet als andere Länder". Donnawetter. Sieht man ja beim Umgang mit der Opel-Frage, der Schaeffler-Frage, der HRE-Frage, und, und, und......

Dienstag, 10. März 2009

Spiegel immer lächerlicher

Es klingt wie ein Groschenroman. Der Spioegel, ehemals Gallionsfigur der deutschen Journaille ist fast auf dem tiefsten Punkt seines Wirkens angekommen. Jetzt darff wohl schon das ÜPersonal aus der Kantine Artikel schreiben. Aber lesen Sie einfach selbst aus dem idiotischen Elaborat über den Herrn von und zu Guttenberg, dessen "Leistungen" bisher, da nicht vorhanden, kaum meßbar sind. Der Spiegel bzw. Autor Christoph Schwennicke, sieht das anders:

Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat wie sein Vorgänger von Ökonomie wenig Ahnung, erlebt aber bislang einen Höhenflug ohne Beispiel.

Der BMW bügelt die A 9 Richtung Berlin glatt, als Karl-Theodor zu Guttenberg zwischen Leipzig und Dessau die letzten Tage schließlich doch einholen. "Boah", sagt er und reckt sich auf der Rückbank, so gut es geht. "Jetzt kommt aber die Müdigkeit!" Solange man keine wirklichen Pausen habe, merke man das gar nicht so sehr. Erst wenn man sich mal wieder zu Hause im eigenen Bett ausgeschlafen habe. Er greift in eine Tüte saurer Stäbchen und schiebt ein Dextro Energy hinterher.

Guttenberg arrogant? Er ist ungebrochen. Es ist eine Arroganz des Intakten. Die Frage wird sein, wie er seinen ersten Bruch wegsteckt. Seinen ersten Fehler, seine erste Enttäuschung. All das wird kommen. Es sei denn, er wird schnell wieder was anderes. Verteidigungsminister zum Beispiel. Nach der Wahl.


Auaaaaaaaaaaaaaah. Was hat die PR-Agentur des Herrn Guttenzwerg dafür gezahlt? Oder ist er jetzt der neue Liebling der ehemaligen Telefonistin und der Kinderfrau, die für die SpringerBertelsmannMohn-Sxcheissblätter stehen?

Postbank belohnt Topversager

Laut Geschäftsbericht kassierten zehn Mitglieder des Vorstands 11,5 Mio. Euro Sonderzahlungen. Konzernchef Wolfgang Klein erhielt neben 875 000 Euro Grundgehalt 2,4 Mio. Euro Bonus obendrauf. 2008 hatte die Postbank 821 Mio. Euro Verlust eingefahren. Es heißt, die Boni wurden wegen des Einstiegs der Deutschen Bank bei der Postbank gezahlt. Jetzt hagelt es Kritik.

Also, Banker sind schon ein besonderes Stück Dreck. Jeder andere Angestellte bekommt nichts als sein Grundgehalt, wenn kein Gewinn eingefahren wurde. Bei der Postbank gibts fürs Versagen jede Menge obendrauf. Nur weil die Ackermannsche Gangsterbank "eingestiegen" ist? Gehts noch? Sieht doch wohl eher so aus, daß "V"-Mann Joe Ackermann seinen faulen Dreck da abladen will. Hat er doch bei anderen Banken mit politischer Deckung schon geschafft. Es lebe das Kartell der charakterlosen Dreckschweine in Nadelstreifen.
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